CDU Gemeindeverband Delligsen-Grünenplan
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24.10.2012, 18:43 Uhr
Kaierder Trinkwasser muss voraussichtlich zum Jahreswechsel nicht mehr gechlort werden
 
 Entgegen der bisherigen Planung wird das Trinkwasserversorgungsgebiet Kaierde nicht an das Versorgungsgebiet Delligsen angeschlossen. Das haben die Mitglieder des Delligser Rates während ihrer Sitzung im September einstimmig entschieden. Stattdessen soll das Wasserwerk „Am Schiefen Kamp“ in Kaierde ausgebaut werden.

 

Auf Vorschlag des CDU Ratsherrn Wilhelm Wolff aus Kaierde hatte der Betriebsausschuss den Wasserverband Peine beauftragt, zu prüfen, ob der Ausbau der Anlagen in Kaierde eine Alternative zum Anschluss an Delligsen ist und ob auch damit auf die z.Z. durchgeführte Dauerchlorung des Kaierder Trinkwassers verzichtet werden kann.

 

Und das Ergebnis fiel letztlich deutlich aus:

Das Wasser kann in Kaierde erheblich kostengünstiger ohne Chloreinsatz aufbereitet werden, weil das Wasserwerk komplett ohne Pumpentechnik auskommt. Lediglich für das Spülen der Entsäuerungsfilter fallen, wie bisher auch schon, Energiekosten an.

Noch in diesem Jahr sollen daher in Kaierde rund 72 000 Euro für eine neue Desinfektionsanlage einschließlich diverser Rohrleitungen und einer neuen Schaltanlage mit einer Fernalarmierung für den Störungsfall investiert werden. Voraussichtlich wird diese Maßnahme bereits zum Jahreswechsel abgeschlossen sein, so dass die Kaierder quasi als Weihnachtsgeschenk im neuen Jahr das aus früheren Zeiten bekannte, qualitativ hochwertige Trinkwasser genießen können

Mittelfristig müssen dann noch die Reinwasserbehälter sowie die Quellfassungen saniert werden. Dafür sind in der bisherigen Kostenschätzung weitere 120 000 Euro veranschlagt.

Insgesamt sollen mittelfristig 192 000 Euro investiert werden, um die Trinkwasserversorgung in Kaierde dauerhaft sicherzustellen.

„Wir haben hier eine vernünftige Lösung gefunden, die sich zudem deutlich schneller umsetzen lässt“, sagte der Kaierder Ratsherr Wilhelm Wolff während der Sitzung. Zudem habe man laut Wolff jetzt die deutlich günstigere Variante gewählt. Allein die Anbindung Kaierdes an Delligsen sei mit 400 000 Euro veranschlagt gewesen.

Die Mitglieder des Rates sind damit vom ursprünglichen Trinkwassersicherungskonzept abgewichen. Es sah vor, die Versorgung im gesamten Flecken Delligsen komplett auf Tiefbrunnen umzustellen. In Kaierde bleibt es jetzt bei einer

Quelle.

 

Bereits Anfang des Jahres hatte der Betriebsausschuss unter Leitung von Wilhelm Wolff bei der Umsetzung des Konzeptes auf die Bremse getreten. Der Grund waren die im Vergleich zur Ursprungsplanung im Jahr 2008 stark gestiegenen Baukosten sowie die Qualität des Wassers aus den Erkundungsbohrungen am Schweinsberg.

Insgesamt waren für das komplette Konzept mit den Versorgungszonen Delligsen und Kaierde, Grünenplan und Hohenbüchen Investitionen von rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Nach den Zahlen, die der Wasserverband im Januar vorlegte, beliefen sich bereits die Kosten für den ersten Bauabschnitt (Delligsen und Kaierde) auf zwei Millionen Euro.